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Musselinglas
Karaffe/Glas "Josephine

Musselinglas – das Glanzstück des Glasmachers

 

 

Nach dem leichten Textil „Musselin“ benannt, wird dieses Glas auf
eine Stärke von nur 0,7 bis 1,1 mm geblasen. Beim Trinkglas entsteht
dabei ein ganz zarter Mundrand und somit ein unvergleichlich feiner
Kontakt zwischen Mund, Glas und Getränk.

 

 

Selbst ein ausgezeichneter Glasbläser benötigt für die Herstellung von Musselinglas
langjährige Erfahrung. Da die glühende Schmelze in kürzester Zeit erstarrt, muss
schnell und bestimmt gearbeitet werden. Wer Glasmachern schon einmal dabei
zugesehen hat, staunt angesichts ihrer Schnelligkeit und Virtuosität. Verblüffend ist
auch die Präzision, mit der gleichartige Serien von Hand geformt werden – und
trotzdem liegt die Kostbarkeit des handgefertigten Glases in den minimalen
Unregelmäßigkeiten. Musselinglas scheint zerbrechlich, besitzt aber dank seiner
inneren Elastizität und formalen Konstruktion große Widerstandsfähigkeit.
Jedes Lobmeyr-Glas wird zunächst in nasse Holzformen eingeblasen, der dabei
entweichende Dampf bildet einen Puffer zwischen Holzform und Glas und ist auch
für den unvergleichlichen Glanz des fertigen Stücks verantwortlich. Stiel und Boden
werden vom Meister freihändig angesetzt. Nach vorsichtiger Abkühlung wird die
Glasblase in Höhe des Mundrands abgeschnitten, der Rand geschliffen und poliert.
Bis zum Verkauf durchläuft ein Lobmeyr-Glas mindestens 24 Hände und vier
Qualitätskontrollen, die letzte immer durch ein Familienmitglied.

 

 

Ansetzen des Glasbodens von Hand
Einblasen des Kelches in die nasse Holzform
Karaffe/Glas „Josephine“, POLKA (Monica Singer, Marie Rahm) 2006

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